Regionalstrecken bleiben unter Dampf
In Brandenburg sollen trotz zurückgehender Bevölkerung mittelfristig weder Bahnstrecken stillgelegt, noch Regionalzüge abbestellt werden. Das geht aus dem Landesnahverkehrsplan bis zum Jahr 2012 hervor, den Infrastrukturminister Reinhold Dellmann (SPD) gestern dem Kabinett vorgestellt hat .
Als konkrete Beispiele nannte Dellmann die Strecken Michendorf-Jüterbog und Frankfurt (Oder)-Eberswalde, wo Takte, Fahrpläne und Anschlüsse an Buslinien verbessert werden sollen. Wichtigstes neues Vorhaben in dem Nahverkehrsplan ist indes die geplante Anbindung des künftigen Großflughafens BBI in Schönefeld, der von Berlin aus im Zehn-Minuten-Takt mit Regional- und S-Bahnen sowie im 15-Minuten-Takt mit einem Shuttle-Zug vom Berliner Hauptbahnhof aus angefahren werden soll. Von Potsdam aus ist zum Großflughafen ein Ein-Stunden-Takt vorgesehen. „Kein anderer Flughafen in Europa wird so gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein wie der BBI“, so der Minister.
Grundsätzlich kündigte Dellmann an, dass das Land wie bisher jedes Jahr rund 400 Millionen Euro aus Bundeszuweisungen für den Regionalverkehr ausgeben wolle, dessen Kosten aus dem Ticketverkauf nur zur Hälfte gedeckt werden. Rund 80 Millionen Euro fließen jeweils in Investitionen, für 320 Millionen Euro bestellt das Land bei der Deutschen Bahn und anderen Unternehmen Verkehrsleistungen. Nachdem bereits 25 Prozent der Strecken im Wettbewerb vergeben worden sind, sollen nun weitere Verbindungen ausgeschrieben werden.
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Erstellt am: 23. Januar 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Januar 2008, 01:24 Uhr
Autor: von thorsten metzner

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