Platzeck beruft Beirat für Wissenstransfer
Potsdam. Die Landesregierung strebt einen stärkeren Praxisbezug der Bildung und eine bessere Nutzung wissenschaftlicher Potenziale durch die Wirtschaft an.
23.04.2005
Dafür hat Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) jetzt einen zwölfköpfigen Beirat „Wissen- und Technologietransfer“ berufen. Die Wissenschaftler und Unternehmen sollen sich drei bis vier Mal jährlich treffen, sagte Platzeck gestern nach einer ersten Zusammenkunft mit den ehrenamtlich tätigen Mitgliedern. In die Diskussion mit dem Beirat seien die Ministerin Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft ständig eingebunden.
Die Abwanderung von jährlich etwa 20 000 jungen Menschen und eine Arbeitslosigkeit von annähernd 20 Prozent zeigten, „dass man noch nicht in allen Fragen den Stein der Weisen gefunden hat“, betonte Platzeck. So werde zum Beispiel erörtert, ob die Vorbereitung von Schülern und Auszubildenden den Ansprüchen der Wirtschaft genügten.
Bei den brandenburgischen Hochschulen stelle sich die Frage nach einer praxisnahen Lehre. Auch müsse das wissenschaftliche Potenzial von Unternehmen vor Ort mehr genutzt werden. Es dürfe nicht sein, dass vom Land Innovationspreise verliehen werden, Unternehmen dann aber mit ihrem Wissen in andere Länder abwandern.
Die Beiratsmitglieder kommen bis auf die Unternehmsberater Roland Berger alle aus Brandenburg. Sie seien absolut bereit, das Land weiter voranzubringen. „Alle haben auch den Blick über den Tellerrand“, bekräftige der Regierungschef. (dpa/ta)
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