Möbel im Einheits-Design für das Lausitzer Seenland
Potsdamer Studenten entwickelten im IBA-Workshop Schutzhütten / Brandenburgisch-sächsische Jury empfiehlt drei Entwürfe zur Umsetzung
Potsdam/Großräschen
Im Auftrag der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land und der brandenburgischen und sächsischen Zweckverbände im Lausitzer Seenland haben 20 Studenten der Fachhochschule (FH) Potsdam Entwürfe für ein einheitliches Möblierungskonzept für das Seenland entwickelt. In einem IBA-Workshop unter Leitung von Prof.
Die Jury-Mitglieder Robert Widera, Prof. Hermann Weizenegger,Prof. Dr. Rolf Kuhn und Volker Mielchen (v.l.) mit den drei besten studentischen Entwürfen. Foto: IBA Foto: IBA
Walter Hardt vom Fachbereich Produkt- und Umweltdesign der FH sind Vorschläge für Freiraumausstattungen wie Schutzhütten, Sitzgelegenheiten, Fahrradständer und Abfallkörbe in einem charakteristischem Design entstanden.Die erklärte Zielgruppe dafür sind Radfahrer. Denn die Lausitzer Bergbaufolgelandschaft mit ihren neuen Seen wandele sich immer mehr zu einem touristischen Zielgebiet für Aktivurlauber, ganz vorn stehen dabei auch im Marketingkonzept des Seenlandes die Radler. Außergewöhnliche Architektur soll nach dem Konzept der IBA diese neue Landschaft prägen und einen hohen Wiedererkennungswert schaffen. 19 Entwürfe und Modelle sind nun von einer Jury begutachtet worden, in der neben IBA-Geschäftsführer Prof. Dr. Rolf Kuhn auch Vertreter der FH Potsdam, des sächsischen und des brandenburgischen Zweckverbandes saßen.Ausgewählt wurden drei Entwürfe der Studenten Ferdinand Pechmann, Nico Kaeding und Stefan Hofinger, die alle mit den Kontrasten zwischen Materialien wie Holz, Stahl, Blech sowie mit Farbe und Form spielen.Die Entwurfsarbeit von Pechmann zeichne sich durch eine sehr eigenwillige und dynamische Form aus, die sich im Faltsystem der Schutzhütte und den verzweigten und farbigen Stütz elementen ausdrückt, befand die Jury. »Diese Möbel sind echte Hingucker und stehen im Kontrast zu der Schwere der Landschaft«, meint Kuhn. Auch die Arbeit von Hofinger habe eine starke aktivierende Komponente und passe zum aktiven Urlaubsland. »Man hat das Gefühl, die Stahlträger der einzelnen Elemente sind in Bewegung und könnten fortlaufen«, beschreibt Volker Mielchen vom Zweckverband Lausitzer Seenland diese Arbeit.Die drei ausgewählten Entwürfe sollen von den Studenten nun weiterentwickelt und detailliert werden. Dann werden sie von den beiden Zweckverbänden auf Umsetzbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft. Am Ende könnte eine der drei Varianten dann zwischen Bergheider und Bärwalder See überall im Lausitzer Seenland zu finden sein.Alle Entwürfe sind vom 21. September bis 31. Oktober im Besucherzentrum auf den IBA-Terrassen in Großräschen zu sehen.
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Erstellt am: 12. August 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 12. August 2010, 02:33 Uhr
Autor: pm/thr
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