Künftig keine Landesgartenschau mehr für Brandenburger Städte?
Nach Prenzlau 2013 könnte Schluss sein / Für Minister muss Förderung auf den Prüfstand
Cottbus/Potsdam Für Brandenburg könnte nach 2013 die erfolgreiche Ära der Landesgartenschauen zu Ende gehen. Infrastrukturminister Jörg Vogelsänger (SPD) sieht zumindest keinen finanziellen Spielraum mehr und will das bisherige Fördermodell auf den Prüfstand stellen.
Ministeriumssprecher Jens-Uwe Schade stimmt der Parlamentarierin zu. Dass jetzt ein Diskussionsprozess angestoßen werden soll, sei nicht gleichbedeutend mit einem Laga-Aus. Aber, noch in diesem Jahr müsse es zu einer Grundsatzentscheidung für die Jahre 2017 und folgende kommen, betont Schade. „Wir müssen eine Situation verhindern, dass es Bewerber mit fertigen Konzepten gibt und das Land dann die Laga absagt“, verweist der Sprecher auf Mecklenburg-Vorpommern, das Güstrow und Putbus fallen gelassen hat.
Der deutschlandweit anerkannte Laga-Experte Martin Richter zeigte sich auf RUNDSCHAU-Anfrage von einem möglichen Rückzug Brandenburgs überrascht. „Laga sind ein Konjunkturprogramm für Städte und Regionen“, schildert der Chef der Laga-Fördergesellschaft Baden-Württemberg. Hierbei würden Projekte realisiert, die sonst oft Jahrzehnte dauern. Der Geschäftsführer des Brandenburger Städte- und Gemeindebundes Karl-Ludwig Böttcher stimmt dem mit Blick auf Konversionsflächen, die im Zuge der Laga in Oranienburg und Eberswalde saniert wurden, zu. „Aber es ist immer noch besser, hier den Rotstift anzulegen, als am kommunalen Finanzausgleich zu streichen“, erklärt Böttcher.

Jüngste Kommentare (1)
Wer braucht schon Gartenschauen ...
von kc24
... lasst uns lieber das Geld nach Griechenland schaffen, oder noch ein paar Banken unterstützen.