Regierung lehnt Forderung der Opposition ab / FDP und Grüne „säen Halbwahrheiten“
Potsdam
Die Brandenburger Landesregierung lehnt die von den drei Oppositionsparteien geforderte Erklärung von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) zum Thema Zwangskollektivierung von DDR-Bauern ab. Die Forderung sei abwegig, sagte Regierungssprecher Thomas Braune am Donnerstag.
Die Einweihung des Denkmals in Kyritz sorgt im Potsdamer Landtag für Diskussionen. Foto: ddp Foto: ddp
Es sei unstrittig, dass es durch Zwangskollektivierung großes Unrecht und viele Opfer gegeben habe. Braune warf CDU, FDP und Grünen vor, sich im Säen von Halbwahrheiten zu üben. Der Bauernbund Brandenburg (DBB) kritisierte, die Landesregierung zeige eine „Unfähigkeit zu trauern“. Es gehe um ein großes staatliches Verbrechen, sagte Präsident Karsten Jennerjahn. Die Opposition hatte zudem bemängelt, dass in Kyritz keine Regierungsmitglieder bei der Einweihung eines Denkmals teilgenommen hatten. Braune sagte, sie seien nicht eingeladen worden. Der Bauernbund wies das zurück: Platzeck sei nicht eingeladen worden, aber Mitglieder der Regierung seien im Verteiler.
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Erstellt am: 30. April 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 30. April 2010, 06:10 Uhr
Autor: dpa/wor
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