Gen-Kartoffel-Anbau noch nicht in großem Stil
Potsdam. Der Chemiekonzern BASF wird 2007 „noch nicht“ mit dem großflächigen Anbau der Gen-Kartoffel „Amflora“ in der Nähe von Perleberg beginnen, obwohl dafür die nötige Anbaugenehmigung des zuständigen Bundesamtes vorliegt.
05.06.2007
„Diese Auskunft haben wir von BASF“, sagte Peter Rudolph, Gentechnik-Verantwortlicher im Brandenburger Verbraucherschutzministerium, gestern der RUNDSCHAU.
Der Chemiekonzern will nahe Perleberg auf 80 Hektar – und in Mecklenburg-Vorpommern – gentechnisch veränderte Kartoffeln sähen. Sie sind nicht zum Essen, sondern wegen ihres höheren Stärkegehaltes als Industrie-Rohstoff gedacht. Die Anbaugenehmigung liegt vor. Allerdings fehlt bislang die ebenfalls nötige EU-Vermarktungsgenehmigung, so Rudolph. „Wann und ob diese erteilt wird, ist offen“.
Er bestätigte, dass außerdem für zwei weitere Brandenburger Standorte – in Müncheberg und Bad Liebenwalde – Anträge zur Aussaat von Genkartoffeln einer anderen, ebenfalls von BASF entwickelten und bereits in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Rheinland-Pfalz angebauten Sorte im Ministerium vorliegen. Es will diese jedoch nicht wie andere Länder im „vereinfachten Verfahren“ genehmigen. (Eig. Ber./thm)
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