Bundestags-Wahlergebnisse bis 22 Uhr
Landeswahlleiter Bruno Küpper informiert über die Wahlvorbereitungen. Foto: dpa

Dies hänge von den komplizierten Berechnungen gemäß Bundeswahlgesetz und der Wahlbeteiligung ab, sagte Landeswahlleiter Bruno Küpper am Montag in Potsdam.

Vor vier Jahren entfielen auf Brandenburg 19 Mandate, wegen der niedrigen Wahlbeteiligung von nur 67,1 Prozent zwei weniger als 2005. Küpper rief die Bürger auf, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Für den Wahlabend rechnet das Amt für Statistik bis 22 Uhr mit verlässlichen Ergebnissen. Eine neue Software soll dabei helfen, die Zahlen in den landesweit 3650 Stimmbezirken zügig zu ermitteln.

Das Land ist in zehn Wahlkreise eingeteilt. Es gibt zwölf Landeslisten und 139 Bewerber; 2,09 Millionen Bürger sind wahlberechtigt. Bisher haben sich laut Küpper rund 24 100 Brandenburger freiwillig als Wahlhelfer gemeldet; 2009, als Bundestag und Landtag gleichzeitig gewählt wurden, seien es mehr als 27 000 gewesen. Küpper rechnet hier jedoch nicht mit ernsten Problemen. Sehbehinderte Menschen können erneut mit einer speziellen Stimmzettelschablone votieren. Eine Audio-CD kläre darüber auf, welche Kandidaten mit der Erst- und welche mit der Zweitstimme gewählt werden können, erläuterte der Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes, Joachim Haar. Ende vergangenen Jahres habe es 4886 blinde Bürger in Brandenburg gegeben. Die Stimmzettelschablone für Sehbehinderte geht den rund 800 Mitgliedern des Blinden- und Sehbehinderten-Verbandes samt erläuternder Audio-CD automatisch zu.

Nach Schließung der Wahllokale am 22. September um 18 Uhr ist die Auszählung der Wahlergebnisse über die Internetadresse www.wahlen.brandenburg.de zu verfolgen. Das endgültige Zweitstimmenergebnis wird der Landeswahlausschuss am 4. Oktober bekannt geben.