Zuvor hatte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“, Harry Müller, kritisiert, dass mit der neuen Landesplanung keine Klein- und Grundzentren mehr ausgewiesen und somit auch keine Fördermittel mehr fließen würden. Davon seien mehr als die Hälfte der 31 märkischen Orte mit historischen Stadtkernen betroffen.
Inzwischen sind laut Müller 60 bis 70 Prozent aller Projekte abgeschlossen. Dennoch bleibe noch viel Arbeit übrig, um die Stadtzentren, ganze Straßenzüge oder denkmalgeschützte Gebäude für die Bewohner attraktiver zu gestalten. Seit der Wende hätten Bund, Land und Kommunen rund eine halbe Milliarde Euro eingesetzt. Allein seit 1995 waren es 315 Millionen Euro an staatlichen Mitteln; dazu kamen Gelder der Kommunen.
Auch Städte und Gemeinden, die mit der neuen Landesplanung nicht mehr den Status eines Mittelzentrums erhielten, würden weiter durch EU-, Bundes- und Landesmitteln unterstützt, versicherte Dellmann. Die Städtebauförderung werde konsequent fortgeschrieben. Allein für 2008 seien dafür 52 Millionen Bundesmittel vorgesehen, die das Land nochmals in gleicher Höhe ergänze. Auch der ländliche Raum werde künftig von der EU stark unterstützt. In seine Entwicklung fließen während der kommenden Jahre mehr als 1,2 Milliarden Euro.
(dpa/mb)
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