471 Ausländer eingebürgert
Potsdam. Im Land Brandenburg haben im vergangenen Jahr 471 Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Das sei die bisher höchste Zahl seit der Neuordnung des Einbürgerungsrechts 1999, teilte das Innenministerium gestern in Potsdam mit.
12.06.2008
2006 wurden den Angaben zufolge 326 Menschen eingebürgert. Die jetzt Hinzugekommenen stammten aus 67 Staaten, davon die meisten (65) aus Polen, der Ukraine (62) und Russland (48). Es folgen die Türkei (22), Rumänien (17) und Afghanistan (15).
Das Interesse am Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit habe deutlich zugenommen, hieß es. Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) zeigte sich erfreut und wertete die Zahlen als Bestätigung der Einbürgerungspraxis, deren Ziel eine aktive Teilnahme der neuen Mitbürger am gesellschaftlichen Leben sei. Schönbohm will die neuen Mitbürger beim zweiten zentralen Einbürgerungsfest am 22. Juni in Potsdam persönlich begrüßen. Im Vergleich zu den westlichen Bundesländern und Berlin ist die Zahl der Einbürgerungen wegen des geringen Ausländeranteils in Brandenburg von nur 1,83 Prozent jedoch nach wie vor niedrig. (dpa/mb)
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