160 000 Märker arbeiten in Berlin
Potsdam. Ohne Berlin wäre Brandenburg wohl ein Arbeitslosenland. Nach der amtlichen Statistik beider Länder pendeln 160 000 Brandenburger jeden Tag zum Job in die zentral gelegenen Metropole. Das ist etwa jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Brandenburger.
Insgesamt arbeiten sogar 227 000 Brandenburger in einem anderen Bundesland – fast so viel wie innerhalb derselben Gemeinde (277 183).
Woher die meisten Berlin-Pendler aus Brandenburg kommen? Die meisten, nämlich 25 794, aus Oberhavel, gefolgt vom Barnim (22 226) und Märkisch-Oderland (20 272). Dagegen arbeiten, vergleichsweise wenig, 11 588 Potsdamer in Berlin. Für Bewohner schlecht angebundener Randregionen ist das Pendeln nach Berlin offenbar zu zeitraubend: Das tun nur 499 Prignitzer, 671 Bewohner des Elbe-Elster-Kreises, immerhin 1516 Uckermärker.
Aber auch in umgekehrter Richtung ist die Hauptstadt-Region in Bewegung, ist Pendeln Normalität im Alltag, wenngleich nicht ganz so stark: 61 000 Berliner fahren inzwischen zur Arbeit nach Brandenburg – die meisten, nämlich 10 364, nach Potsdam. Es folgen der Landkreis Dahme-Spreewald, wo 8294 Berliner arbeiten, und der Kreis Oberhavel (7464). Aber es gibt sogar 118 Berliner mit einem Job in Elbe-Elster, 204 in der Prignitz und 404 in der Uckermark, wobei Grundlage der Pendler-Statistik die Meldungen für die Sozial- und Arbeitslosenversicherung sind. Innerhalb Brandenburgs ist Potsdam der Pendler-Magnet. 40 622 Menschen pendeln täglich aus dem Umland oder aus Berlin hierher – bei insgesamt 67 787 Jobs. (Eig. Ber./thm)
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Erstellt am: 23. Januar 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 23. Januar 2008, 01:24 Uhr
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