16 Stiftungen im vergangenen Jahr in Brandenburg neu gegründet
Land und Cottbus im Bundesranking abgeschlagen
Berlin/Potsdam Die Zahl der Stiftungen in Deutschland hat trotz der Finanzkrise ein Rekordhoch erreicht. 2011 wurden nach Verbandsangaben 817 neue Stiftungen bürgerlichen Rechts errichtet, insgesamt sind es nun 18 946.
Bei der Stiftungsdichte – dem Verhältnis von Stiftungen zu 100 000 Einwohnern – liegt Brandenburg mit einem Wert von 6,9 nach den Angaben auf dem letzten Platz. Der bundesweite Durchschnitt beträgt 23,2. Im Ranking der Großstädte kommt die Landeshauptstadt Potsdam auf Platz 35 (31,2 Stiftungen pro 100 000 Einwohner). Damit ist Potsdam die erste Stadt aus den neuen Bundesländern und liegt noch vor Berlin (Platz 49/21,9 Stiftungen). Cottbus belegt den letzten Platz mit 3,9 Stiftungen pro 100 000 Einwohner (Platz 80). Zu den 2011 in Brandenburg gegründeten Stiftungen zählen das „pearls“ – Potsdam Research Network Brandenburg, der Potsdamer Bürgerstift oder die Kulturstiftung Havelland.
Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen, Wilhelm Krull, betonte: „Die erneut hohe Zahl an Neugründungen hat mich überrascht.“ Das Wachstum habe sich allerdings verlangsamt. 2007 waren es noch mehr als 1000 neue Organisationen. Die Rechtsform bleibe weiter attraktiv für nachhaltiges, bürgerschaftliches Engagement. Das aktuell niedrig liegende Zinsniveau mache aber Probleme bei der Wiederanlage des Geldes.
Die meisten Neugründungen gab es in Nordrhein-Westfalen (167), die wenigsten in Bremen (5).
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Erstellt am: 03. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 03. Februar 2012, 11:31 Uhr
Autor: dpa/kr

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