Thomas Richter (CDU) ist seit fünf Jahren Bürgermeister in Bad Liebenwerda
Bad Liebenwerda
Mit seiner Pflanzenpracht erinnert das Büro des Bad Liebenwerdaer Bürgermeisters Thomas Richter (CDU) fast an ein Gewächshaus. „Als Grünen unter den Schwarzen“ bezeichnet sich der 52-Jährige. Baufacharbeiter, Trainer und Büroleiter des Bundestagsabgeordneten Michael Stübgen sind Stationen seines Lebensweges. Seit 2004 lenkt er die Geschicke der Stadt. Die RUNDSCHAU bat ihn zum Stichwort-Interview.
Thomas Richter genießt die gemeinsamen Ausritte mit Freunden in die Natur rund um Bad Liebenwerda. Foto: V. Rösler Foto: V. Rösler Lausitz: Bad Liebenwerda liegt am südlichen Rand von Brandenburg und der Lausitz. Aber wir fühlen uns dieser Region zugehörig. Sie ist wichtig für unsere Entwicklung. Auch wenn wir uns – geschichtlich bedingt – nach der Wende zunächst mehr Richtung Sachsen orientiert haben. Heute schlagen die Herzen im Elbe-Elster-Land für die Lausitz.
Heimat: Bad Liebenwerda ist meine Heimat. Ich bin hier geboren und aufgewachsen, habe mich hier beruflich entwickelt. Mit Stolz schaue ich darauf, wie der Ort in den vergangenen 20 Jahren zu einer schönen Kurstadt gewachsen ist.
Probleme: Mich belastet die demografische Entwicklung der Region, die durch sinkende Geburtenzahlen und der Altersstruktur deutlich wird. Es mussten viele Schulen schließen. Sorgen bereitet mir auch, wie es künftig um die Finanzausstattung der Kommunen in den schwierigen Randlagen aussehen wird. Und dann ist da der Schwerlastverkehr, der sich über die B 183 durch die Stadt drängt und dem Kurort-Status schadet. 2012 soll nun endlich eine Ortsumgehungsstraße für Entlastung sorgen.
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