Birgit Zuchold (SPD) ist die neue Bürgermeisterin von Welzow
Welzow
Sie ist eine Seiteneinsteigerin, kommt nicht aus der Verwaltung. Birgit Zuchold (SPD) war bis zu ihrem Amtsantritt in der Baubranche tätig. Seit dem 25. Juni 2009 lenkt die 43-jährige Mutter eines Sohnes und einer Tochter (26 und 19 Jahre) als Bürgermeisterin die Geschicke der durch Personalquerelen in die Schlagzeilen geratenen Stadt Welzow (Spree-Neiße). Die RUNDSCHAU bat sie zum Stichwort-Interview.
Mit dem Motorrad durch die Dolomiten zu fahren – das ist für Bikerin Birgit Zuchold ein traumhaftes Urlaubserlebnis. Foto: M. Arlt Foto: M. ArltLausitz: Diese Region vom Spreewald bis zum Zittauer Gebirge zeichnet sich für mich durch Weite, Felder, Wiesen, Seen, Bergland aus – eine überaus schöne Landschaft. Aber auch vom Bergbau gekennzeichnete Region. Allerdings bieten die damit verbundenen vielen Umbrüche enorme Möglichkeiten für die Landschaftsgestaltung. Den Beweis tritt das entstehende Lausitzer Seenland an.
Heimat: Das ist für mich Welzow. Hier bin ich aufgewachsen, habe eine schöne Kindheit verlebt und in dieser Stadt meinen Mann kennengelernt. Eltern und Schwiegereltern wohnen hier, was von unschätzbarem Wert gerade in der Zeit nach der Wende war. Immerhin ging meine berufliche Neuorientierung bis Stuttgart.
Probleme: Wo soll ich da anfangen. Wir haben in den kommenden Jahren eine Unmenge von schwerwiegenden Prozessen in Bezug auf den nahen Tagebau Welzow-Süd – bis hin zur geplanten Abbaggerung eines Ortsteils – zu bewältigen. Kernpunkt ist: Stadtentwicklung, Gewerbeansiedlung und Infrastruktur müssen so gestaltet werden, dass sich die von der Umsiedlung betroffenen Bürger letztlich für Welzow entscheiden. Damit dies gelingt, brauchen wir Hilfe. Deshalb kämpfe ich darum, dass Welzow mehr in den Fokus der Landesregierung gerückt wird.
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