05. August 2009, 00:00 Uhr

Königin der Spreewaldgurken darf nur eine sein

Warum es nur eine Königin geben darf, die die Spreewaldgurke vertritt

Golßen Wer nicht im Spreewald groß geworden ist und auch sonst nicht viel mit Traditionen im Sinn hat, mag darüber lächeln. Für alle anderen ist er bitterer Ernst: der Streit um die einzig wahre Gurkenkönigin.

Maria Wessel und Oliver Kletta sind das aktuelle Spreewälder Gurkenkönigspaar. Archivfoto: Staindl
Offiziell ist die Monarchie in Deutschland zwar abgeschafft, dennoch tummeln sich gekrönte Häupter gerade in den ländlichen Regionen. Rosen-, Apfel- oder Weinköniginnen repräsentieren ihre Heimat, bäuerliche Traditionen und ein typisches regionales Produkt. Was lag da näher, als auch den Spreewald mit einer eigenen Königin zu beehren?

Als die Spreewälder Gurkenproduzenten vor nunmehr gut zehn Jahren den legendären „Gurkenkrieg“ vor dem Europäischen Gerichtshof gewannen, nahmen sie den nun amtlichen Schutz der Marke „Spreewaldgurke“ zum Anlass für ein zünftiges Krönungsfest. Auf dem ersten Golßener Gurkentag wurde, vorgeschlagen von den Verarbeitern, die erste Königin gekürt. Den passenden König lieferten die Gurkenanbauer aus ihrem Kreis dazu. Das Paar repräsentiert seitdem die Region auf der Grünen Woche in Berlin, auf allerlei Festen und Messen und wird allein auf dem jährlichen Gurkentag von durchschnittlich 20 000 Gästen aus nah und fern bestaunt.
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Erstellt am: 05. August 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 05. August 2009, 10:24 Uhr
Autor: Von Andrea Hilscher

Von Andrea Hilscher

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