30. August 2008, 00:00 Uhr

Der Traum des Großvaters wird Realität

«Ich mag die Widersprüchlichkeit der Landschaft des Lausitzer Seenlandes» , sagt Anja Ittmann aus Klein Partwitz (Kreis Bautzen). «Das ist meine Heimat. Hier ist meine Zukunft» , erklärt die 23-jährige Gastronomin. Die Natur- und Landschaftsführerin zeigt den Leuten am liebsten die einmalig schöne Pflanzen- und Tierwelt rund um den Neuwieser und den Bergener See, aber auch den Sabrodter See und die raue Eiszeit-Kulisse des Blunoer Südsees.

Der Traum des Großvaters wird Realität
Anja Ittmann aus Klein Partwitz liebt die widersprüchliche Bergbaufolgelandschaft. Die 23-Jährige ist eine leidenschaftliche Natur- und Landschaftsführerin des Lausitzer Seenlandes. Ihre Lieblingsrunde führt um den Neuwieser See zum Blunoer Südsee. Foto: Martina Arlt
«Mein Opa hat schon vor 30 Jahren, als im Tagebau Skado noch Kohle gefördert wurde, gesagt: Wenn der Restsee da sei, würde er eine Strandkorbvermietung aufmachen» , erzählt die junge Frau, die gemeinsam mit ihrem Vater in Klein Partwitz den Gasthof «Zum Anker» betreibt.

Der unerschütterliche Optimismus liege wohl in der Familie, berichtet Anja Ittmann fröhlich lachend. Denn Großvater Kurt Pfeiffer, der letzte Bürgermeister von Groß Partwitz, habe erlebt, wie sein Heimatdorf dem Erdboden gleich gemacht wurde, um die Braunkohle bergen zu können. «Das Dorf ist weg» , habe er damals traurig gesagt. «Aber es kommt ein schöner See» – daran habe er niemals gezweifelt, gibt Anja Ittmann die Erzählungen ihrer Eltern wieder. Denn bereits als sie noch ein Kleinkind war, sei der Opa aus dem Leben gerissen worden. Sie erfülle also auch sein Vermächtnis.
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Erstellt am: 30. August 2008, 00:00 Uhr
Geändert am: 29. Februar 2012, 12:12 Uhr
Autor: Von Kathleen Weser

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