Wunden in der Lausitz, Gewinn nach Schweden
Ursula Hulme war eine große Bereicherung Helga und Ulrich Sempf aus Cottbus äußern sich zum Beitrag „Cottbus war ihre Sehnsucht“ zum Tod der Grünebaum-Stifterin Ursula Hulme, die in England 94-jährig starb (RUNDSCHAU vom 19. Januar): Wir lernten Ursula Hulme bei einer Bilderausstellung von behinderten Menschen kennen.
Wann immer Ursula in Cottbus war, besuchte sie diesen Zirkel. Unser Sohn Uwe war auch schon eine lange Zeit dabei. Weil Uwe aufgrund seiner körperlichen Einschränkungen so viel Hilfe brauchte, resignierte er – ich kann nicht malen. Ursula mit ihren vielen Erfahrungen ermöglichte Uwe die Kopfmalerei. Waren seine Ergebnisse zwar bescheiden, er konnte es nun allein und war sehr stolz. Durch Ursula Hulmes Förderung zog ihn und auch uns Eltern die Kunst in ihren Bann.
War Ursula in Cottbus, trafen wir uns bei Sylvia und Jutta Königs. Das Zusammensein mit ihr war für uns alle eine große Bereicherung.
Bilder von Sylvia und Uwe hängen in Ursulas Cottbus-Zimmer. Ursulas Haus ist voll von Erinnerungen ihres Lebens und Wirkens, ihrer Familie, ihren Freunden, ihren Wegbegleitern. Wir durften es bei einem Besuch 2008 erleben. Ihr Anliegen war, Menschen zu helfen, zu versöhnen, Freude zu bereiten. Ihre Bilder, ihre Bücher und Briefe bewahren und schätzen wir.
Ursula Hulme war bis zum Schluss ihres Lebens voller Pläne und wir werden sie vermissen.
Vermutungen und Verdächtigungen
Max Pönack aus Cottbus äußert sich zum Beitrag „Kritik aus Berlin vor Strittmatter-Jubiläum“. Darin kritisiert der Berliner Literatur wissenschaftler Werner Liersch in einem Brief an den Spremberger Bürgermeister Klaus-Peter Schulze (CDU) das Ansinnen, die Stadt in eine Ehrung des Schriftstellers Erwin Strittmatter zu dessen 100. Geburtstag einzubeziehen (RUNDSCHAU vom 14./15. Januar):Abstrus und dreist, und das von einem „Literaturwissenschaftler in spe“. Er muss doch Strittmatter überhaupt nicht gelesen haben. Werner Liersch (. . .) ergießt sich wie viele andere in Vermutungen, Verdächtigungen, nun ja, ein paar Halbwahrheiten sind auch dabei, ohne zu wissen, wie es damals war. Es kann nichts oder nicht viel bewiesen werden. Nur der untaugliche Versuch, die literarische Leistung von Erwin Strittmatter herabzuwürdigen.
Man darf gespannt sein, was Günter Grass in seinem neuen Buch dazu schreibt. Einmal hat er ja schon beschrieben, dass er als einfacher Soldat die Spree entlang marschierend, als SS-Mann in Cottbus ankam, oder war es gar Spremberg, ohne dass er wusste, wieso und warum? Es wäre wohl etwas zu sagen, über die miterlebte Umfunktionierung vom einfachen Soldaten zum SS-Angehörigen. (. . .)
Wunden in der Lausitz, Gewinn nach Schweden
Christa Jerol aus Neu-Zauche macht sich Gedanken über die Energieerzeugung in der Lausitz und äußert sich zu einem Leserbrief unter der Überschrift „Woher soll preiswerter Strom denn kommen?“:Die Windräder und Solaranlagen lassen alles über der Erde und unter der Erde erhalten. Fahren Sie doch mal nach Sachsen ins Kraftwerk Boxberg und sehen Sie sich mal die Hinterlassenschaft eines Braunkohlekraftwerks an. Lassen Sie sich mal die Dörfer Mühlrose, Mulkwitz, Rohne, Teile von Trebendorf und Schleife und deren Äcker, Wiesen, Weiden, Blaubeerwälder, Laubwälder, Moore, Tongruben, was demnächst vernichtet wird, zeigen.
Bedenken Sie auch die Nachfolgearbeiten dieser Naturzerstörung und deren Kosten. Die CO-Belastung für die Umwelt und den Menschen! Dann reden Sie gewiss nicht mehr von Federn lassen. Der Konzern Vattenfall benötigt 40 Prozent seines erzeugten Stroms für sich selbst! Strom wird nicht nach Bedarf erzeugt, sondern an der Börse höchst gewinnbringend gehandelt, die Gewinne gehen nach Schweden. Unsere Lausitz hat wenig Industrie, diese wurde abgewickelt, also wenig Strombedarf. (. . .)
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 02:51 Uhr
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