Unsinnige Beobachtung
Die Linken und der Verfassungsschutz
Man muss die Linkspartei nicht lieben. Und ihre oftmals populistischen Ansagen schon gar nicht.
Wenn es stimmt, dass der Bundesverfassungsschutz jährlich 390 000 Euro ausgibt, um eine Partei zu observieren, die sich vorzugsweise selbst zerlegt, aber nur 590 000 Euro für die Beobachtung der NPD, deren braunes Umfeld – wie zuletzt bekannt wurde – allein zehn Morde zu verantworten hat, dann ist etwas faul in Deutschland. Dann stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit und nach der Existenzberechtigung der Geheimen.
Der Bundesinnenminister muss schleunigst dafür sorgen, dass der Verfassungsschutz aus den Gräben des Kalten Krieges herauskommt und sich stärker für die wirklich gefährlichen Gegner der Demokratie interessiert.
politik@lr-online.de
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Erstellt am: 24. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 24. Januar 2012, 02:53 Uhr
Autor: Stefan Vetter

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