13. Januar 2012, 00:00 Uhr

Langsam geht es vorwärts

Zum Integrationsbericht der Bundesregierung

Ausruhen darf sich darauf niemand: Der am Donnerstag von Staatsministerin Maria Böhmer (CDU) vorgestellte Integrationsbericht zeigt, dass es bei der Integration von Migranten in Deutschland vorangeht. Zuweilen allerdings nur in kleinen Trippelschritten.

Es ist erfreulich, wenn der Anteil ausländischer Jugendlicher ohne Schulabschluss um 15 Prozent zurückgegangen ist und immer mehr Kinder aus Zuwandererfamilien das Abitur schaffen. Und es schafft Hoffnung: Denn völlig zu Recht stellt der Bericht fest, dass ein Großteil der Unterschiede zwischen Zuwanderern und Alteingesessenen auf Bildungsfragen basiert. Um so unverständlicher ist es da, dass es immer noch so wenige Migranten im öffentlichen Dienst gibt – denn für diese Defizite gibt es Abhilfe in Form von Sprachkursen und Qualifikationen. Bedenklich dagegen ist ein anderer Befund: Dass die Gewaltkriminalität unter jungen Migranten deutlich stärker verbreitet ist als unter der einheimischen Bevölkerung, ist ein Problem, das angegangen werden muss. Und zwar auch von den Zuwanderern selbst und ihren Organisationen. Denn die Bereitschaft, sich nach Recht und Gesetz zu verhalten, ist und bleibt die Grundlage jeder erfolgreichen Integration.



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Erstellt am: 13. Januar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 13. Januar 2012, 09:03 Uhr
Autor: Benjamin Lassiwe

Benjamin Lassiwe

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