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Frankfurt/Main/Berlin/München Nachfrage nach Ökostrom nimmt deutlich zu
Lufthansa fliegt nicht mehr nach Tokio
Frankfurt/Main. Die Lufthansa fliegt den Flughafen von Tokio vorerst nicht mehr an. Die Flüge von Frankfurt am Main werden stattdessen nach Nagoya umgeleitet, die Maschinen aus München landen in Osaka, sagte ein Sprecher des Konzerns am Dienstag. Lufthansa habe die Entscheidung »aus verschiedenen Gründen« getroffen. Die Fluggesellschaft wolle damit weiterhin »einen ausreichend stabilen Service« anbieten. Die mögliche Gefahr durch Strahlung nach dem Unfall im Atomkraftwerk Fukushima sei nicht ausschlaggebend gewesen, aber in die Entscheidung »sicherlich eingeflossen«, so der Sprecher.Panik wegen Atomlecks löst Kurssturz an Börsen aus
Frankfurt/Main. Panische Anlegerreaktionen auf die Nachricht möglicher Atomlecks in dem japanischen Katastrophenreaktor Fukushima-Daiichi haben den Aktienindex Nikkei in Tokio weiter auf Talfahrt geschickt. Die Welle aus Japan schwappte auch auf andere Handelsplätze über. Der Deutsche Aktienindex Dax ging am Dienstag zeitweise 5,5 Prozent nach unten und rutschte unter 6500 Punkte. Der Nikkei verlor erneut 10,6 Prozent und schloss bei 8605,15 Punkten. Zusammen mit dem Minus von rund sechs Prozent am Montag hat der Nikkei den stärksten Zweitagesrückschlag in 40 Jahren hinnehmen müssen.Reiseveranstalter nehmen Japan aus dem Programm
Berlin. Große Touristikkonzerne reagieren auf die aktuelle Lage in Japan und sagen ihre Reisen dorthin ab. Der größte deutsche Reiseanbieter Tui teilte am Dienstag mit, alle Reisen nach Japan bis zum 4. April seien gestrichen worden. Dies betreffe aber nur etwa ein Dutzend Touristen, sagte ein Sprecher. Bei Japan-Reisen handele es sich um einen »einen sehr kleinen Markt«. Der zweitgrößte deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook sagte seine Reisen nach Japan bis zum 31. März ab. Betroffen seien davon nur »nur wenige« Reisen. Während des Erdbebens waren demnach keine Thomas-Cook-Kunden vor Ort.Gefahr für Deutschland nur im Extremfall
München. Radioaktivität aus den japanischen Atomkraftwerken kann nur im Extremfall auch eine Gefahr für Deutschland werden. »Wenn in einer der Reaktoren der innere Reaktorbehälter wirklich explodiert und dadurch radioaktive Stoffe hinausgeschleudert werden, können die weit transportiert werden«, sagte Prof. Christoph Hoeschen vom Helmholtz Zentrum München am Dienstag. In Japan habe es aber noch keine große Explosion dieser Art gegeben. Außerdem müssten in einem solchen Fall bestimmte Wetterbedingungen herrschen, damit die radioaktiven Stoffe Tausende von Kilometern weit transportiert werden könnten. Nach Angaben des Forschers ist in Japan Cäsium 137, radioaktives Jod und wohl auch Strontium freigesetzt worden. Insgesamt sei die Informationslage aber dürftig.Extras zum Artikel
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Erstellt am: 16. März 2011, 00:00 Uhr
Geändert am: 16. März 2011, 11:01 Uhr
Autor: AFP/sm

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