11. Mai 2010, 00:00 Uhr

Den Horizont erweitern

Senioren drängen an die Hochschulen der Lausitz

Kommentar Nach dem Arbeitsleben kommt eine gemächliche Ruhephase mit Langeweile und Leere im Kopf? Für viele Senioren gilt schon lange: von wegen! Immer mehr von ihnen haben sich in den vergangenen Jahren an den Lausitzer Hochschulen angemeldet und lauschen Vorlesungen oder bringen in Kursen ihr Wissen auf den neuesten Stand. Eine Entwicklung, die sehr zu begrüßen und deren Wirkung nicht zu unterschätzen ist – gerade im Hinblick auf die gestiegene Lebenserwartung und die zunehmende körperliche Fitness im Alter.

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Steffi Schubert, Lausitzer Rundschau Foto: M. Behnke (Dc)
Wenn sich dazu noch die geistige gesellt, umso besser. Das trägt bei den Senioren nicht nur dazu bei, den eigenen Horizont zu erweitern und mit den neuen Erkenntnissen die Lebensqualität zu erhöhen. Es rettet viele auch davor, nach einem anspruchsvollen Berufsleben in ein tiefes Loch zu fallen. Viele 50+-Studenten erfüllen sich auch einfach einen Lebenstraum und schnuppern in Wissensgebiete hinein, die ihnen früher durch vielerlei Gründe versagt blieben. Dies alles führt dazu, dass sie sich voller Inbrunst in die Seniorenuniversitäten stürzen – und dadurch auch den Hochschulen eine ganze Menge zurückgeben können. Nicht nur, dass sie die Professoren durch ihre Wissbegierde, Disziplin und Motivation begeistern und zu Höchstleistungen anspornen. Oftmals können die Hochschulen von den vielen Kenntnissen ihrer rüstigen Studenten profitieren, wie im Falle der Projektgruppen an der Cottbuser Universität, in denen die betagten Studenten eine Chronik und Homepage für die Seniorenuniversität erstellen. Nicht hoch genug zu bewerten ist auch die Multiplikatoren-Funktion der Senioren: Können sie doch ihre Zufriedenheit mit den Wissens-Tempeln an ihre Kinder und Enkel weitertragen. Das ist wiederum gut für die Hochschulen und die Studentenzahlen angesichts der demografischen Entwicklung in der Region. Die Horizonterweiterung gilt also nicht nur für die Senioren – sondern für alle Beteiligten.
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Erstellt am: 11. Mai 2010, 00:00 Uhr
Geändert am: 11. Mai 2010, 09:23 Uhr
Autor: Von Steffi Schubert

Von Steffi Schubert

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