21 Uhr rief die Sirene die Feuerwehren zum Einsatz. Die Kameraden erfuhren vor Ort: "Im Küchenbereich ist ein Brand ausgebrochen, zwei Personen werden vermisst. Es gilt also, diese zwei Menschen bei starker Rauchentwicklung zu retten."

Glücklicherweise entpuppte sich der Einsatz schnell als eine gemeinsame Übung der Freiwilligen Feuerwehr Köbeln und der Feuerwehr Bad Muskau-Stadt. "Wir haben eine Nebelmaschine eingesetzt, um den Qualm in zwei bis drei Räumen zu simulieren", so Frank Hebig, der Ortswehrleiter der Köbelner Feuerwehr. "Dazu sind Atemschutzgeräteträger unbedingt notwendig, um in solch einem Gebäude zurechtzukommen. Zum Glück verfügt die kleine Köbelner Wehr allein über acht ausgebildete Atemschutzgeräteträger." Natürlich war auch Bad Muskaus Stadtwehrleiter Andreas Haertel vor Ort, die Einsatzleitung bei dieser mehr als einstündigen Übung hatte Andy Hebig von der Köbelner Wehr übernommen.

20 Kameraden und mehrere Fahrzeuge waren in Kröbeln dabei. "Das große Ziel ist es, bei diesen für die Kameraden eher spontanen Einsätzen das Zusammenspiel zwischen den Wehren praxisnah zu üben. Zudem ging es hier um die Nutzung von schwerem Atemschutz", so der Köbelner Ortswehrleiter. Er schätzte zum Schluss ein: "Es lief alles nach Plan. Die vermissten Personen wurden gerettet."

Der Feuerwehr Köbeln gehören 12 aktive Kameraden an, der von Bad Muskau-Stadt 34. In Köbeln kommen die Mitglieder jeden Donnerstag ab 18 Uhr zur Ausbildung zusammen. Im Mittelpunkt stehen dabei Übungen am Fahrzeug, im Funk, an der Leiter. Vermittelt wird Neues aus der Theorie, zum Verhalten am Einsatzort, zum Umgang mit gefährlichen Gütern. Es gibt Einsätze an offenen Gewässern und zur Schlauchbootnutzung. "Manchmal ist es nicht ganz einfach, diese Strategie wöchentlich durchzuziehen. Doch wir versuchen es schon, unseren Kameraden das nötige und neueste Wissen zu vermitteln. Im Ernstfall muss es funktionieren", so Frank Hebig. Und er betont, dass sich die freiwilligen Feuerwehren jederzeit über neue Kameraden sehr freuen würden. "In eine Notsituation kann schließlich jeder kommen."