Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat die Kohleförderung im Tagebau Welzow-Süd für rund 24 Stunden gestoppt. Das bestätigt Thoralf Schirmer, Pressesprecher des Bergbaubetreibers Leag. Das Metallsuchgerät eines Vorschnittbaggers hatte am Donnerstag gegen 16 Uhr wegen eines Metallkörpers im Boden Alarm geschlagen. „Es wurde sofort der Kampfmittelbeseitigungsdienst informiert“, so Schirmer, „und der schätzte die Situation am Fundort so ein, dass die Bombe dort gesprengt werden soll.“

Cottbus/Forst

Das Umland ist informiert, evakuiert werden muss nicht

Sämtliche Kommunen im Umfeld wie Welzow mit dem Ortsteil Proschim, Spremberg, Drebkau und Altdöbern wurden informiert, damit die Explosion nicht erschreckt. Nicht nur die Arbeit im Tagebauvorschnitt in Höhe der alten Ortslage Haidemühl ruhte im Umkreis von 1000 Metern, sondern auch die Förderbrücke machte Pause. Bis die Sprengung um 16.55 Uhr glückte – „völlig ohne Komplikationen“, wie Leag-Sprecherin Kathi Gerstner noch am Freitagabend bestätigte. Um 17.05 Uhr konnte der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Sicherheitszone aufheben. Der Vorschnittbagger, der vor der Sprengung in Sicherheit gebracht worden war, kehrte an seinen Platz zurück. Seine Schicht begann noch um 19 Uhr, die Schicht der Kohlebagger unten im Tagebau lief um 22 Uhr wieder an.

Nach dem Bergungsdienst und den Archäologen

Warum die Bombe nicht bereits früher entdeckt worden war, kann Thoralf Schirmer noch nicht sagen. „Bevor der Vorschnitt beginnt, geht zuerst der Munitionsbergungsdienst durch das Gelände. Danach kommen die Archäologen, die nur in ausgewählten Bereichen suchen.“ Aber genau für solche Fälle sei der Vorschnittbagger mit einem Metallsensor ausgestattet.