Der Wasser- und Abwasserzweckverband Calau arbeite an einer "ausgewogenen Lösung", sagt Wenzel. Diese sei so momentan in Brandenburg noch nicht existent. Zu Details wollte sich Wenzel nicht äußern.

Angestrebt werde aber eine Variante, die "auf Beiträge abstellt, die auf die Zukunft gerechnet sind". Eine Abkehr von den Beiträgen werde es nicht geben, so Wenzel nach dem jüngsten Urteil des Landesverfassungsgerichtes.

Der Verband habe sich zum Ziel gesetzt, "nicht unnötig viel Verfahren in Gang zu setzen, den Abfluss von Geldmitteln zu minimiere und dennoch ein gerechtes Verfahren" zu ermöglichen.

Warnung ist dem WAC die Situation in der Stadt Cottbus, wo schon seit etwa eineinhalb Jahren die Altanschließer-Beiträge von bis zu mehreren tausend Euro erhoben werden. Dort hat sich eine Bürgerinitiative gebildet; zudem gab es mehrere Klagen vor Gericht. Diese wurden zwar meist im Sinne der Beitragserheber entschieden, die Verunsicherung ist dennoch groß.

Dem will der WAC möglichst aus dem Wege gehen. Laut Wenzel soll die Altanschließer-Satzung im kommenden Jahr auf den Weg gebracht werden. Dazu werden die Abgeordneten aller Verbandsgemeinden mit ins Boot geholt. Dabei sollen die Abgeordneten informiert werden. Letztlich gehe es um eine "Rückenstärkung für die Vertreter in der Verbands-Versammlung", so das Lübbenauer Stadtoberhaupt. Diese Runden werde es voraussichtlich zu Jahresbeginn 2013 geben. So soll offenbar verhindert werden, dass es nach einem Verbands-Beschluss Kritik aus der Kommunalpolitik gibt. Mit Widerspruch muss der Verband dennoch rechnen. So beklagte jüngst der Chef der Wohnungsbaugesellschaft im Spreewald, Michael Jakobs, drohende Millionen-Zahlungen als Altanschließer für sein Unternehmen. Veranlagt werden auch Eigentümer, deren Grundstücke schon vor 1990 an die Kanalisation angeschlossen waren.