Das wurde bei der Überprüfung der Personalien festgestellt.
Wenig später wurde eine Laterne in der Berliner Chaussee beschädigt. Danach wurde einer der Tatverdächtigen von der Polizei festgenommen. Der Mann ist nach Angaben eines Behördensprechers ein „stadtbekannter Rechter“ . Er widersetzte sich, erheblich alkoholisiert (2,3 Promille), zunächst der Festnahme. Er verbrachte das Wochenende in der Untersuchungshaft in Königs Wusterhausen.
In der gleichen Nacht wurde eine Gruppe in der Breiten Straße von etwa 10 bis 15 Personen attackiert. Dabei sollen Steine geworfen und auf einzelne Personen eingeschlagen worden sein. Die Angegriffenen gehörten eigenen Angaben zufolge zu den Demonstranten, die sich am 12. April dem Neonazi-Umzug in Lübben entgegenstellten. Laut Polizei gebe es Hinweise auf eine Reihe von Tatverdächtigen, die der rechten Szene zuzuordnen seien. Zu den Angreifern sollen Rechte aus Lübben und Lübbenau gehört haben. Die Attackierten werteten den Angriff als Einschüchterungsversuch. Täter wurden nicht gestellt.
Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch sowie wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstands gegen die Staatsgewalt.
Beide Vorfälle dürften nicht ins Saubermann-Image passen, das die NPD mit so genannten Mahnwachen am Sonnabend auf den Marktplätzen in Lübben und Luckau zeigen wollte. Dazu waren Kader aus dem Dahmeland und aus Teltow-Fläming angereist.
In Lübben formierte sich am Vormittag eine Gegendemonstration der Antifa der Stadt mit etwa zwei Dutzend Teilnehmern.
Mut bewies nach Angaben aus der linken Szene auch ein Wirt im Spreewald, der den abreisenden NPD-Kadern die Versorgung verweigerte. (jg)