Neue Erkenntnisse zu Orts- und Personennamen ergaben sich durch Auswertung Niederlausitzer Kirchenbücher des 16. bis 18. Jahrhunderts sowie weiterer, früher nicht berücksichtigter Quellen.
Der älteste Beleg für Njabozkojce (Naundorf bei Vetschau), 1651 Nabeschkoiz, altnieder-sorbisch „Nebozkowici 'Siedlung der Leute des Nebozk“ , stammt aus dem Kirchenbuch von Werben, das durch 1642 Ilsa Kossigs, 1653 Blischie Kossigs Kinder und 1665 Dalsche Kossig die Vorfahren des berühmten niedersorbischen Dichters Mato Kosyk (1853 bis 1940) überliefert wurde. Neue Nachweise für den altertümlichen Personennamen Swarog (aus Schmellwitz) enthielten die Cottbuser Kirchenbücher. Die altrussische Nestorchronik nennt Svarog als einen der höchsten slawischen Götter.
Zahlreiche, z. T. mehrfarbige Karten (auf Folien) werden in dem Vortrag Sprach-, Namen und Siedlungsverhältnisse beleuchten, wie sie vor rund einem halben Jahrtausend oder noch früher bestanden.
Interessierte können sich für den Vortrag bei der Schule für Niedersorbische Sprache und Kultur in Cottbus unter Telefon 0355 792829 anmelden.