24. Januar 2012, 16:37 Uhr

Max Zähle: Vom Kabelträger zum Regisseur

Hamburg (dpa) Der Kurzfilm «Raju» ist das dritte und bisher längste Werk des Hamburger Nachwuchsregisseurs Max Zähle. Seine Karriere im Filmgeschäft startete er nach dem Abitur als Praktikant und Kabelträger. Von dort hat Zähle es bis zum Regisseur geschafft.

Max Zähle
Der Hamburger Nachwuchsregisseur Max Zähle klettert die Karrierleiter steil hinauf. Foto: Angelika Warmuth

Die Nominierung für den Oscar ist ein vorläufiger Karrierehöhepunkt für den 34-Jährigen. Er schaffte es jetzt mit vier Mitbewerbern in die Kategorie «Live-Action-Kurzfilm».

Hollywood ist für Zähle kein unbekanntes Pflaster. Im vorigen Juni hatte der Absolvent der Hamburg Media School mit «Raju» bereits den Studenten-Oscar in Bronze gewonnen. Sein 25-minütiger Film handelt von einem deutschen Ehepaar, das nach Indien kommt, um ein vermeintliches Waisenkind zu adoptieren. Die beiden müssen feststellen, dass das Kind seinen leiblichen Eltern weggenommen wurde.

Geboren wurde Max Zähle 1977 in Hannover, aufgewachsen ist er in Celle. «Ich habe mich schon immer generell für künstlerische Sachen interessiert, viel Musik gemacht», erzählt er. Mit dem ersten Praktikum bei einer Filmproduktion stand der Berufswunsch Regisseur unumstößlich fest.

Zähle ist ein absoluter Teamspieler. «Ich brauche immer ein angenehmes familiäres Umfeld um mich herum und möchte, dass sich die Leute wohlfühlen», sagt er. Nach den anstrengenden Dreharbeiten für «Raju» in Indien hat sich der junge Mann mit den blonden Wuschelhaaren eine Auszeit gegönnt. «Da waren die Akkus so leer, dass ich schon zwei Monate zum Entspannen brauchte.» Mittlerweile bastelt Zähle an seinem Langfilmdebüt. «Da bin ich jetzt wieder mit voller Konzentration dabei», sagt er. Irgendwann soll es dann auch von «Raju» eine Langfassung geben.

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Erstellt am: 24. Januar 2012, 16:37 Uhr
Geändert am: 24. Januar 2012, 16:42 Uhr
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