09. November 2009, 00:00 Uhr

Spannende Spurensuche mit „Antigone“ am Staatstheater Cottbus

Cottbus Das Bühnenportal im Großen Haus vom Staatstheater Cottbus ist beim Eintreten des Publikums verschlossen mit einem metallischen „Tor“, auf dem hoch oben in markanten Lettern steht: Antigone.

Antigone (Ariadne Pabst) und Kreon (Berndt Stichler): Ihre moralischen Wertvorstellungen sind zu verschieden. Foto: Kross Foto: Kross
Einladend sieht das allerdings nicht gerade aus, eher wie ein unzugängliches Festungstor der Neuzeit. Und die beiden jungen Frauen davor verharren, als seien sie auf einer Zeitreise und kommen geradewegs in der Gegenwart an. Es sind die Schwestern Ismene und Antigone, Töchter des elend zugrunde gegangenen König Ödipus, und sie beklagen den Tod ihrer beiden Brüder Eteokles und Polyneikes, die sich im Kampf um die Macht in Theben gegenseitig umgebracht haben.

Wenn dieses erste Zusammentreffen wie überhaupt der „Antigone“-Text von Sophokles bei dieser Aufführung etwas anders klingt, als man es sonst gewohnt ist, liegt das auch daran, dass sich die Inszenierung von Stefan Wolfram auf die erstmals 1969 am Staatstheater Kassel aufgeführte Fassung von Claus Bremer, Rolf Becker und Gottfried Greiffenhagen bezieht.
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Erstellt am: 09. November 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. November 2009, 10:42 Uhr
Autor: Von Gabriele Gorgas

Von Gabriele Gorgas