Schauspieldirektor Holetzeck über die neue Spielzeit am Staatstheater Cottbus
Cottbus Unter dem Motto „Spielwut“ lädt das Staatstheater Cottbus gleich zu zwei Premieren ein. Am heutigen Freitag sorgen „Mini-Komödien“ von Anton Tschechow für einen unterhaltsamen Abend, am Samstag ist die von August Strindberg beschriebene verwöhnte höhere Tochter „Fräulein Julie“ zu begutachten. Über beide Inszenierungen und Neues im Spielplan sprachen wir mit Schauspieldirektor Mario Holetzeck.
Darüber habe ich im Sommer viel nachgedacht. Ich war ja lange nicht fest engagiert, war Professor an der Berliner Schauspielschule und als freier Regisseur tätig. Damit war ich flexibler, hatte nicht so viel Verantwortung, zwischen Projekten war immer Zeit zum Durchatmen. In dem einen Jahr hier habe ich festgestellt: Es gibt kein Privatleben mehr. Und ich musste mich fragen, ob ich das will. Die Arbeit macht mir viel Spaß, das Klima am Hause ist toll, das Ensemble ist zusammengewachsen. Wir haben viele verrückte Dinge gemacht. Wenn ich mir vorstelle, dass ich noch mehr vorhatte, frage ich mich jetzt, wie das hätte gehen sollen. Haben Sie eine Antwort gefunden?
Wir machen es einfach in dieser Spielzeit. Die „Spielwut“ war schon für letztes Jahr geplant.
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Erstellt am: 02. Oktober 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 02. Oktober 2009, 10:10 Uhr
Autor: Mit Mario Holetzeck sprach Renate Marschall
