Kunst und Wissenschaft in Cottbus ohne Berührungsängste
Neue Ringvorlesung von Staatstheater und Universität Cottbus
Cottbus
Das Probenzentrum des Cottbuser Staatstheaters erlebte am Mittwochabend einen Ansturm ungewöhnlicher Art. Zum Start der neuen Ringvorlesung „Theater – Kunst trifft Wirklichkeit“ waren über 150 Studenten und andere Interessenten erschienen, um zu erleben, wie Kunst und Wissenschaft ihre Berührungsängste abbauen.
Zwischen den Goldbarren aus der Oper „Rheingold“, aufgehängten Figurinen und Theaterkostümen war im Raum des Probenzentrums fast kein Platz mehr, so viele Stühle waren hineingetragen worden. Damit hatte weder das Staatstheater noch die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus gerechnet, wobei Letztere wohl den größten Anteil stiftete: Studenten des Studienganges Kultur und Technik. Denn deren Studiengangsleiter Prof. Klaus Kornwachs vom Lehrstuhl Technikphilosophie hatte die Ringvorlesung initiiert, die auch Nicht-Studenten offensteht (RUNDSCHAU berichtete). BTU und Staatstheater hatten im Sommer eine Kooperation vereinbart. Die Ringvorlesung als ein Teil will „die Kluft zwischen Kunst und Wissenschaft kunstvoll überbrücken“, beschrieb es Dr. Steffen Groß vom Lehrstuhl Technikphilosophie in Vertretung des erkrankten Prof. Kornwachs.