Graun-Oper als Welturaufführung beim Elbe-Elster-Puppentheaterfestival
Saxdorf
Mit einem Bonbon wartete die Puppentheaterbühne Kriepa (Senst) während des 11. Internationalen Puppentheaterfestivals im Elbe-Elster-Kreis auf. Die 1755 uraufgeführte Oper von Carl Heinrich Graun, Hofkomponist bei Friedrich II. in Berlin, erlebte als Puppenspiel ihre Weltpremiere.
Die Puppenspieler Uta Krieg und Helmuth Parthier in ihrer Opern-Kulisse. Foto: Weser Foto: Weser
Das Auftragswerk des Elbe-Elster-Kulturamtes, das sich seit Jahren um die Wiederentdeckung des in Wahrenbrück geborenen Komponisten mit einem Internationalen Wettbewerb für junge Musiker bemüht, bereicherte das Spektrum des Puppentheaterfestivals.
Großes Vergnügen hatten die Besucher in Saxdorf, als die Oper um Liebe, Macht und Tod mit den Mitteln des Flachfigurentheaters in einer von Dr. Karlheinz Klimt gekürzten und mit Vor- und Nachspiel versehenen Fassung – das Libretto stammt aus der Feder von Karl dem Großen höchstpersönlich –adaptiert wurde. Friedrich wollte das Mittel der Oper nutzen, um ein Gleichnis zu erzählen – und damit eine politische Begründung für seinen nach der Premiere eröffneten 3. Schlesischen Krieg zu haben.
Montezuma, Herrscher von Mexiko, lebt mit seinem Volk in Frieden und will das Glück durch Vermählung mit der geliebten Eupaforice, der Herrscherin des Nachbarlandes, perfekt machen.