04. November 2009, 00:00 Uhr

Antigone im Staatstheater: Zwischen Antike und Grundgesetz

Vor der Premiere von Sophokles' „Antigone“ am Staatstheater Cottbus

Cottbus Die antike Tragödie „Antigone“ von Sophokles hat am 7. November im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus Premiere. Regie führt Stefan Wolfram, der, wenn er nicht in Cottbus als Gast inszeniert, Hausregisseur am Theater Plauen-Zwickau ist.

Regisseur Stefan Wolfram mit Körpereinsatz bei der Probe. Foto: Kross Foto: Kross
„Antigone“ steht auf der Kladde, die vor Stefan Wolfram auf dem Tisch liegt, zwischen den Text geklemmt ein Schnappschuss aus der Cottbuser Innenstadt: Quer über ein SPD-Wahlplakat hat ein witziger Zeitgenosse „Wählst du noch, oder kämpfst du schon?“ geschrieben. Für den Regisseur eine wunderbare Illustration dessen, was er demnächst auf der Bühne vorhat. „Antigone“ nicht als entrücktes Antikendrama, sondern hoch politisches Stück, in dem vor allem über Werte diskutiert wird. In dem die Überzeugungen verschiedener Generationen aufeinanderprallen, in dem es um Widerstreit zwischen gesellschaftlicher Ordnung und dem Drang nach individueller Freiheit geht, um Widerstehen überhaupt.

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Erstellt am: 04. November 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 04. November 2009, 10:24 Uhr
Autor: Von Renate Marschall

Von Renate Marschall