05. November 2009, 00:00 Uhr

Ferdinand von Schirach stellt sein erstes Buch in Lübbenau vor

Der Berliner Anwalt Ferdinand von Schirach mit seinem ersten Buch in der Orangerie des Lübbenauer Schlosses

Lübbenau „Fähner arbeitete in seinem Garten. Er war jetzt 72, vor vier Jahren hatte er die Praxis verkauft. Wie immer war er um sechs Uhr aufgestanden. Er hatte das Gästezimmer – er wohnte schon seit Jahren dort – leise verlassen. Ingrid schlief noch. Es war ein leuchtender Septembervormittag.“

Ferdinand von Schirach fesselt seine Zuhörer. Foto: Roland Hottas Foto: Roland Hottas
Ferdinand von Schirach, 1964 in München geboren, Enkel des 1946 in Nürnberg zu 20 Jahren Haft verurteilten Reichsjugendführers Baldur von Schirach, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere SED-Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der Ex-BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle ebenso wie Angehörige der Unterwelt. Aber auch bis dato völlig unbescholtene Normalbürger, die urplötzlich mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind wie der Herr Fähner in der gleichnamigen Erzählung, die von Schirach mit zehn weiteren Storys in seinem Buch „Verbrechen“ veröffentlicht hat:

„Fähner jätete mit der Hacke das Unkraut zwischen den Herbststauden. Es war eine anstrengende und eintönige Arbeit.
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Erstellt am: 05. November 2009, 00:00 Uhr
Geändert am: 05. November 2009, 11:18 Uhr
Autor: Von Peter Blochwitz

Von Peter Blochwitz