Erfurt (dpa)
Thomas Gottschalk will von Kritik an seiner ZDF-Unterhaltungsshow «Wetten, dass..?» nichts wissen. «Ich liebe die Sendung, ich liebe diesen Job», sagte der 57-Jährige am Freitag vor seiner 127. Sendung in Erfurt.
Thomas Gottschalk freut sich auf Paris Hilton, die bereits 2005 einmal bei «Wetten, dass..?» war.
Ihn nervten allerdings die ständigen Diskussionen um Einschaltquoten und die regelmäßige Kritik nach der Sendung. Das stelle ihn häufig vor die Frage, ob er sich das eigentlich noch antun müsse. «Wenn andere sich bei drei Millionen Zuschauern in den Armen liegen, kann ich mich bei zehn Millionen nicht richtig ärgern. Das kann man mir auch nicht einreden.»
Darüber hinaus müsse ihm auch niemand mehr erklären, wie er die Sendung zu moderieren habe. «Es sitzen Leute auf meiner Couch, die die Menschheit nicht sehr viel voranbringen und ich mache dazwischen dummes Zeug. Ich mache das seit 20 Jahren, irgendwann müsste man mal begreifen, wie's läuft. Es hat keinen Sinn mehr, mir zu erklären, ich soll es anders machen. Ich fordere für mich so langsam den Freifahrtschein», sagte Gottschalk.
Am Konzept der Sendung solle daher auch künftig nichts geändert werden. «Es hat keinen Sinn, "Wetten, dass.. ?" neu zu erfinden», sagte der Entertainer. «Es geht wie alles im Laufe der Zeit: Meine Haare werden weniger, die Zuschauer werden weniger. Nur mein Spaß an der Sendung, der wird nicht weniger.»