Die Schau «Exotische Welten - Der Schulz-Codex und das frühe Meissener Porzellan» präsentiert vom 11. März bis zum 13. Juni zudem Arbeiten aus der Frühzeit der Manufaktur, die nach den Skizzen gestaltet wurden.
Der sogenannte Schulz-Codex, ein Konvolut von 124 Musterblättern mit mehr als 1000 Einzelskizzen, werde erstmals komplett ausgestellt, teilte das Museum mit. Die Blätter stammen aus dem Nachlass des Leipziger Kaufmanns Georg-Wilhelm Schulz (1873-1945). Das im Leipziger Grassi-Komplex beheimatete Museum erwarb sie 1960 von der Witwe des Kaufmanns.
Die Zeichnungen stammen vom bedeutendsten Meissener Porzellanmaler Johann Gregorius Höroldt (1696-1775) selbst oder von den Malern seiner Werkstatt. Sie spezialisierten sich auf Chinoiserien - das Verzieren von Porzellan mit asiatischen Motiven. «Die meisterhaft gezeichneten, fantasievollen Darstellungen zeigen eine geheimnisvolle und fremdartige Welt des Fernen Ostens mit prachtvoll gekleideten Chinesen, fantastischen Architekturen, exotischen Pflanzen und Tieren, die aus der romantisch verklärten Sicht der Europäer zu verstehen sind», heißt es im Katalog. Die Ausstellung ist ein Beitrag zum 300. Gründungsjubiläum der Meissener Porzellan-Manufaktur.
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