In der Herzogin Anna Amalia Bibliothek werden von diesem Samstag an etwa 60 kunstvolle Huldigungsschriften gezeigt, die bei besonderen Anlässen an die Mitglieder der Herzogsfamilie gerichtet wurden. Verfasser der heute selten gezeigten Dokumente seien Weimarer Bürger und Jenaer Studenten, aber auch die Dichter Goethe, Schiller und Herder, teilte die Stiftung mit. Zum Bestand der Stiftung gehören mehr als 1300 Huldigungsschriften.
Früher wurden die Angehörigen von Fürstenhäusern etwa zu Regierungsantritten, Hochzeiten, Jubiläen, Geburts- oder Namenstagen mit Huldigungsschriften geehrt. Diese Lobpreisungen wurden häufig kunstvoll gedruckt, mit farbigen Illustrationen geschmückt oder in Samt eingebunden, was sie heute wertvoll macht.
In Weimar zu sehen ist unter anderem eine Pergamenthandschrift zum Geburtstag von Herzog Ernst August II. Constantin. Er war Ehemann der Herzogin Anna Amalia, die als Begründerin des Weimarer Musenhofs gilt. Die russische Zarentochter und spätere Weimarer Großherzogin Maria Pawlowna erhielt zu ihrem prunkvollen Einzug in Weimar 1804 und später zu den Jubiläen dieses Ereignisses gedruckte Schriften als Ehrerweisungen.
Der Stiftungsbestand an Huldigungsschriften wurde von 2001 bis 2003 mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft erstmals katalogisiert. Die Ausstellung im Renaissancesaal der Bibliothek kann bis zum 6. März besichtigt werden.
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