Das Zelluloid rattert durch den Projektor: Filmnacht 2005 in der Brikettfabrik «Louise» in Domsdorf.
In das Rattern des Filmprojektors werden sich morgen Klavier- und Hammond-Orgel-Klänge mischen – und es wohl übertönen. «Ich orientiere mich am heutigen Erleben» , sagt der Pianist Stephan von Bothmer. Deshalb richtet er sich nach den Hörgewohnheiten des Publikums im 21. Jahrhundert. Um in etwa den kinoüblichen Klang zu treffen, verstärkt er das Klavier. Der 35-Jährige nennt seine Veranstaltungen StummfilmKonzerte und betont damit die gleichberechtigte Stellung der Kunstformen Musik und Film. Seit 1998 vertont er stille, laufende Bilder. Alle zwei Wochen tritt von Bothmer im Berliner Kino Babylon auf. Außerdem komponiert und produziert er Filmmusik.