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Kultur

Opernhaus in Bayreuth soll Welterbe werden

Paris/Bonn (dpa) Das Markgräfliche Opernhaus in Bayreuth soll zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt werden. Einen entsprechenden Antrag reichte die Bundesrepublik am Montag am Sitz der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Paris ein.
01.02.2010

Das zwischen 1744 und 1748 errichtete Opernhaus gilt als das einzige im ursprünglichen Zustand erhaltene große Barocktheater Deutschlands. Den Innenraum des ganz aus Holz gefertigten Logentheaters entwarf der Italiener Giuseppe Galli Bibiena. Er war einer der bedeutendsten Theaterarchitekten seiner Zeit.

Auf der Suche nach einem geeigneten Ort für die Aufführung seiner Tetralogie «Der Ring des Nibelungen» besichtigte auch Richard Wagner im April 1871 das prachtvolle Haus. Das Gebäude war zwar für Wagners wuchtiges Werk zu klein. Das Opernhaus und die Markgrafenstadt beeindruckten den Operndichter aber so sehr, dass er sich entschloss, sein Festspielhaus auf dem «Grünen Hügel» von Bayreuth zu errichten.

Über den Antrag auf Aufnahmen in die Welterbe-Liste wird das UNESCO-Welterbekomitee voraussichtlich 2011 entscheiden. Bis dahin werden Denkmal-Experten das Gesuch eingehend prüfen. Das Opernhaus wird noch heute genutzt. Auf der Bühne werden zahlreiche Konzertreihen veranstaltet, unter anderem die Fränkische Festwoche und das Festival Bayreuther Barock.


 
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