Jüdische Grabsteine aus Mittelalter in Erfurt entdeckt
Erfurt (dpa) Mehr als 20 jüdische Grabsteine aus dem Mittelalter sind bei Abrissarbeiten in der Erfurter Innenstadt entdeckt worden. Der älteste stamme aus dem Jahr 1259, sagte Baudezernent Ingo Mlejnek (CDU) am Mittwoch zur Präsentation der Funde.
Damit besitze Erfurt 58 jüdische Grabsteine oder Fragmente aus einer Zeit, aus der nur äußerst selten derartige Zeugnisse jüdischer Grabkultur erhalten geblieben seien. «Sie sprechen für die Kraft und Bedeutung der mittelalterlichen jüdischen Gemeinde in Erfurt.» Die Thüringer Landeshauptstadt will sich mit ihrem reichen mittelalterlichen Erbe - Alte Synagoge, Mikwe, jüdisches Steinhaus sowie dem prächtigen Gold- und Silberschatz - als Unesco-Weltkulturerbe bewerben.
