Es handele sich bei dem Buch nicht um eine «Blaupause des Dritten Reiches», sondern um «die persönlichen Hasstiraden eines Besessenen ohne weiteren Erkenntniswert», sagte der Historiker am Donnerstag in einem Interview von SWR 2.
Es sei nicht so, dass man - wie es oft propagiert werde - nach der Lektüre des Buches das Dritte Reich verstehe. «Das ist ein endloser ermüdender, beleidigender Monolog über Rasse, Reinheit und über die Überlegenheit des deutschen Menschen», sagte Benz. «Deshalb sehe ich keine Notwendigkeit, dieses Buch jetzt neu zu veröffentlichen.» Es gebe auch bereits genug Ausgaben davon, zudem könne man es aus dem Internet herunterladen. «Also wer sich mit dem Wortlaut vertraut machen will, hat alle Möglichkeiten dazu.»
Das Buch wird seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr aufgelegt. Das Land Bayern hält die Rechte und hat jeden Nachdruck verboten. Wenn 2015 die Urheberrechte ablaufen, darf jedoch jeder den Text veröffentlichen. Das Münchner Institut für Zeitgeschichte (ifz) will das Buch 2015 als wissenschaftlich kommentierte Ausgabe herausbringen. «Wir wollen rechtsradikalen Neupublikationen, die nach Auslaufen der Urheberrecht erscheinen könnten, den Weg verbauen», erklärte Historikerin Edith Raim vom ifz.
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