Die Zeugnisse jüdischer Stiftungen seien in beiden Kommunen städtebaulich wie gesellschaftlich noch sichtbar. «Das jüdische Stiftungswesen hat bei uns in Fürth wie auch in Halberstadt noch immer einen herausragenden und prägenden Stellenwert - ich erwähne hier nur unser Nathanstift, das Stadttheater und das Berolzheimerianum», sagte Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD).

Zuvor hatten die Stadträte beider Kommunen für die Bewerbung votiert. Im April soll in Fürth, später auch in Halberstadt ein entsprechendes Symposium veranstaltet werden. Bis zum 30. Juni müssen sich die beiden Städte auf die Landesliste von Sachsen-Anhalt setzen lassen. Erst 2013 wird entschieden, ob das Duo es auf die Bundesliste der Bewerbungen schafft. OB Jung warnte vor allzu hohen Erwartungen: Das Verfahren sei langwierig und anspruchsvoll.