„In Darkness“: Agnieszka Hollands Weltkriegsdrama
Berlin Wie kann man die Erinnerung an den Holocaust wachhalten? Wahrscheinlich nur so: Man muss immer wieder neu Geschichten aus dieser Zeit erzählen, um Schicksale erfahrbarmachen. Auch die 1948 in Warschau geborene, international renommierte Regisseurin Agnieszka Holland („Hitlerjunge Salomon“) erzählt in ihrem Weltkriegsdrama „In Darkness“, das in der Kategorie Bester Ausländischer Film in diesem Jahr für Polen ins Oscarrennen geht, eine unglaubliche, aber wahre Geschichte aus einem Ghetto.
In dem von den Nazis besetzten Lvov (Lemberg) versteckte der polnische Kanalarbeiter und kleine Ganove Leopold Socha 1943 gegen Bezahlung eine Gruppe Juden über viele Monate hinweg in der Kanalisation. Obwohl der Familienvater in Verdacht geriet, verriet er die Männer, Frauen und Kinder, die unter unsäglichen Bedingungen in Dunkelheit ausharrten, nicht. So rettete der Katholik, der keineswegs frei von Vorurteilen war, seine Mitbürger vor der Deportation und dem sicheren Tod.
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Erstellt am: 09. Februar 2012, 00:00 Uhr
Geändert am: 09. Februar 2012, 08:39 Uhr
Autor: dpa/mar
